Geschichte der Schule Marienwerder

  • 1755 errichteten die ersten Kolonisten aus verschiedenen Gegenden Deutschlands das Dorf Marienwerder im heutigen Bundesland Brandenburg. Kolonist Lange erteilte den ersten Schulunterricht. Handwerker, vornehmlich Schneider wurden oft zum Unterricht eingesetzt.
  • 1767 bewarb sich der Schneider Waßmannsdorf aus Eberswalde um die Stelle des Schulhalters und erklärte sich bereit, auf seine Kosten ein Haus erbauen zu lassen.
  • 1822 wird die Schulstelle in Marienwerder mit dem seminaristisch ausgebildeten Lehrer Muster besetzt.
  • 1825 entstand Neu-Marienwerder. 52 Kolonisten, 1 Büttner sowie 10 - 12 Tagelöhner wurden in der heutigen Zerpenschleuser Straße angesiedelt.
  • 1843 wurde Neu-Marienwerder mit Marienwerder zu einemOrt vereinigt.
  • 1862 gab es 220 Schulkinder. Es wurde eine 2. Lehrerstelle eingerichtet (späteren Kantor Pförtner).
  • 1890 wurde ein neues Schulgebäude mit 2 großen Klassenräumen, einer Wohnung für den Hauptlehrer und weiteren Wohnräumen im Obergeschoss errichtet. Außerdem wurden ein Stallgebäude mit Kuhstall, Schweinestall und weiteren Räumen sowie eine Schultoilette gebaut. Auf dem Wirtschaftshof wurde auch ein Kesselbrunnen angelegt, der noch bis 1956 in Betrieb war. Der Pausenhof für das neu errichtete Schulgebäude befand sich dort, wo heute das Feuerwehrdepot steht. Der Pausenhof für die Schüler des alten Schulgebäudes befand sich dort, wo sich heute die Bushaltestelle befindet. Zwischen den beiden Schulgebäuden war ein großer Garten für den Hauptlehrer.
  • 1905 kam Bernhard Grund als Hauptlehrer an die hiesige Schule und wirkte hier bis 1945.
  • 1918, nach dem 1. Weltkrieg gab es in Marienwerder eine 4-klassige Volksschule.
  • Am 1. September 1946 kamen dann fünf durch Neulehrerkurse vorbereitete Kollegen an die Schule.
  • 1949 nahm Horst Bulian die Tätigkeit als Neulehrer an der Schule auf. Er war bis zum Erreichen des Rentenalters an der Schule Marienwerder tätig und gilt seither als der dienstälteste Schulleiter (1951-1989) in Brandenburg.
  • 1952 wurde zwischen den beiden Schulgebäuden ein neuer Pausenhof für die Kinder geschaffen, der zum größten Teil als Gartens genutzt wurde.
  • Ab 1961 wurden die Klasse 7 und 8 aus Ruhlsdorf und Sophienstädt in Marienwerder unterrichtet.
  • Ab 1962 erfolgte der Aufbau einer 10-klassigen Zentralschule. In die 9. Klasse wurden bis 1974 auch Schüler aus Zerpenschleuse aufgenommen.
  • 1974 erfolgte ein Anbau an der Nordseite des alten Schulgebäudes. Es entstand ein zusätzlicher neuer Klassenraum.
  • 1983 erhielt die Schule den Namen „Hermann Zinke". Er lebte in Ruhlsdorf und war Kommunist und Antifaschist.
  • 1983 erfolgte die Grundsteinlegung für den Bau einer Sporthalle.
  • Im Juli 1986 wurde ein Neubau mit 4 Fachunterrichtsräumen begonnen.
  • 1988/89 wurde eine automatische Klingelanlage installiert.
  • 1989 wurde Horst Bulian nach 39 jähriger Tätigkeit als Schulleiter bzw. Direktor von seiner Funktion entbunden.
  • Ab September 1989 wurde die Leitung der Schule Frau Siegrun Seeger übertragen, sie war vorher als stellvertretende Direktorin tätig.
  • Ab 2007 übernahm Frau Melzer die Leitung der Grundschule.
  • Seit dem 01.05.2014 leitet Herr Ziemann die Schule kommissarisch. Bis dahin/bis heute arbeitete/arbeitet er als Klassenlehrer, Sportlehrer, Deutschlehrer und Sachunterrichtslehrer (seit März 2009).